Wärmeschutz

Weltweit steigt der Bedarf an Energie. Fossile Brennstoffe werden knapper. Gleichzeitig gefährdet ihr Verbrauch unser Klima. Ein wachsendes Umweltbewusstsein zwingt die politisch Verantwortlichen zum zukunftsorientierten Handeln. Leichtbeton-Baustoffe bieten eine besonders hohe Wärmedämmung und sorgen daher auch für ein angenehmes Raumklima. Sie sichern im Winter einen geringen Energieverbrauch, in heißen Sommern sind sie Garant für erfrischend kühle Temperaturen im Gebäude. Die Masse des Steines sorgt dafür, dass in der Übergangszeit – kalte Nacht und warmer Tag – ein gleichmäßiges Raumklima herrscht.

Ab 2019 müssen alle öffentlichen Gebäude als Nullenergiehäuser erstellt werden. Ab 2021 darf man sämtliche neuen Wohn- und Nichtwohngebäude nur noch in diesem Standard bauen. Ein Schritt hin zu diesem Ziel ist die am 01.05.2014 in Kraft getretene Energieeinsparverordnung 2014 (EnEV).

Die EnEV 2014 baut auf die EnEV 2009 auf und erhöht die Anforderungen an die energetische Gebäudequalität. Bereits seit dem 01.01.2016 müssen neue Wohn- und Nichtwohngebäude einen um 25 Prozent niedrigeren Bedarf an jährlicher Primärenergie nachweisen als bis dahin. Der bauliche Wärmeschutz wird zu diesem Stichtag ebenfalls um ca. 20 Prozent verschärft. Bei Neubauten muss die Außenwand gegen Außenluft einen U-Wert von 0,28 W/m²·K haben. Passiv- und Niedrigenergiehäuser, die mit der KFW-Förderung finanziert werden, unterliegen besonderen Vorgaben. Ganz gleich, welcher Standard für die Außenwand gewünscht wird, kann dieser mit dem Liapor®-NeoStone® oder dem Phonopor, Planstein und Mauerblock mit Zusatzdämmung (WDVS-System) erreicht werden.
 

Brandschutz

Der erforderliche Brandschutz ist in den jeweiligen Landesbauordnungen definiert. Bauteile werden durch Klassifizierung nach DIN 4102-4 oder aufgrund von Brandversuchen nach DIN 4102-2/3 entsprechend der Feuerwiderstandsdauer in Feuerwiderstandsklassen eingestuft.

Die Feuerwiderstandsdauer ist die Mindestdauer in Minuten, die das Bauteil dem Feuer widersteht, ohne seine Funktion (z. B. Tragfähigkeit und/oder Raumabschluss) zu verlieren.  Bezeichnung der Feuerwiderstandsklasse: F90-A: Feuerwiderstandsdauer 90 Minuten, Baustoffklasse A: nicht brennbare Baustoffe.

Wandbausteine von FCN sind nicht brennbar und gehören damit zur Baustoffklasse 1. Bei einem Brand entstehen durch die Zuschläge Phonolith und Liapor® keine Verschwelungen und keine Emissionen. Schon eine tragende, verputzte Wand mit der Mauerstärke ≥ 17,5 cm entspricht der Feuerwiderstandsklasse F 180-A, bei nicht tragenden, raumabschließenden Wänden ist die Wandstärke 11,5 cm ausreichend.
 

Schallschutz

Unter dem Oberbegriff baulicher Schallschutz werden Maßnahmen verstanden, die eine von einer Schallquelle ausgehende Schallübertragung außer- oder innerhalb eines Gebäudes verringern. Der Schallschutz durch Bauteile wird vom Bewohner jederzeit in Anspruch genommen, indem er die Umgebungsgeräusche aus der Nachbarwohnung oder von außen mehr oder weniger gedämmt wahrnimmt. Somit gehört der bauliche Schallschutz zu den wichtigsten Kriterien für die Qualitätsbewertung eines Wohnhauses bzw. einer Wohnung.

Die Schalldämmung von massiven Wänden hängt in erster Linie vom Gewicht je Flächeneinheit ab. Die flächenbezogene Masse der Wand ergibt sich aus der Dicke der Wand und deren Rohdichte. Zusätzliche Einflussgrößen sind z. B. Mauerwerksöffnungen, Putzauftrag und Anschlussdetails. Im Regelfall ist der Schalldämmwert der Massivwand besser als der von Türen und Fenstern.

Nach dem Bauordnungsrecht legt die DIN 4109:1989 bisher den vorgesehenen Mindestschallschutz zwischen fremden Nutzungsbereichen fest. Diese Mindestanforderungen dürfen nicht unterschritten werden. Davon abweichend kann auf Wunsch ein höherer Schallschutz gefordert werden. Vorschläge für erhöhten Schallschutz bietet das Beiblatt 2 zur DIN 4109:1989 bzw. die VDI-Richtlinie 4100. Wandbausteine von FCN überzeugen auch beim Schallschutz auf ganzer Linie. Prüfungen des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik in Stuttgart konnten dies bestätigen. Danach liegen die Schallschutzwerte bis zu 3 dB über den nach DIN 4109 (Tabelle 1) vorgegebenen Werten. Verantwortlich hierfür sind die vielen feinen Poren zwischen den Liapor®-Kugeln, die den Schall besser schlucken als vergleichbare Baustoffe. Für spezielle Anwendungen, die den vorgeschriebenen Schallschutz nach DIN 4109 noch übertreffen, steht unser Sordina-Schallschutzstein zur Verfügung.
 

Formbeständigkeit – Außen- und Innenwand

Formänderungen von Baustoffen ergeben sich durch kurz- und langfristige Lasteinwirkungen. Daneben kann Feuchtigkeitsentzug zum Schwinden, Feuchtigkeitsaufnahme zum Quellen führen. Temperaturveränderungen machen sich als Kontraktion oder Längendehnung bemerkbar. Um Risse zu verhindern, ist es deshalb wichtig, Materialeigenschaften und Konstruktion aufeinander abzustimmen und konsequenterweise die Außen- und Innenwände aus dem gleichen Wandbaustoff herzustellen.

Strahlenschutz

Elektrosmog! Ein mächtiges Schlagwort, das gleichsam für unser Zeitalter des drahtlosen Datenaustauschs und der mobilen Erreichbarkeit steht, aber auch für die Strahlung im Bereich von Hoch- und Niederspannungsleitungen, Sendemasten, Transformatoren u. v. m. In der Medizintechnik, in sensiblen Bereichen der Datenverarbeitung oder auch für abhörsichere Räume wird dieses Thema bereits in der Planung berücksichtigt. Da ist es nur verständlich, dass sich immer mehr Menschen auch in den eigenen vier Wänden gegen diese äußeren Strahlungen schützen wollen.

In einer Studie wurden ca. 100 Materialien auf deren Dämpfung (Reduzierung) von Wellen untersucht. Das Ergebnis: Bei einem 30 cm Leichtbetonstein (600 kg/m3) konnte im Bereich von 200 bis 2.000 MHz eine Transmissionsdämpfung nach MIL-Standard 285 von 10 bis 23 dB nachgewiesen werden. Das entspricht einer Absorption von ca. 90 Prozent.

×Schliessen