FCN Museum

Wie sieht Phonolith aus? Welche Rolle spielt der Basalt in der Geschichte der Firma Nüdling? Was ist das Besondere an der Rhöneisenbahn? Unser Firmenmuseum im FCN-Kundenzentrum in Seiferts-Thaiden hat viel Interessantes über die Rhön und natürlich unsere Firmenhistorie zu erzählen.

Unter dem Motto „Aus der Vergangenheit in die Zukunft“ erfahren die Besucher alles über das Unternehmen Franz Carl Nüdling von 1893 bis heute. Familien, Wanderer und Geschichtsinteressierte können hier erleben, wie die ersten Mitarbeiter Beton gemischt, Sprengungen im Stollenbau vorgenommen oder Pflastersteine von Hand gefertigt haben. In einer alten Schmiede zeigt die Ausstellung, wie Werkzeuge für die Arbeit im Steinbruch repariert und sogar selbst hergestellt wurden. Und auch zu den einzelnen FCN-Betonwerken hat das Museum Spannendes zusammengetragen und erklärt zum Beispiel, wie früher Splitt produziert wurde.

Neben der FCN-Firmenchronik bietet das Museum viele Entdeckungen rund um

  • die Erdgeschichte der Rhön,
  • die ehemalige Zonengrenze,
  • die Bedeutung der Rhöneisenbahn sowie
  • zu heimischen Vulkangesteinen,
  • Mineralien und
  • Fossilien.


Den Mittelpunkt der Ausstellung bildet eine Vitrine mit bunten Kristallen in allen möglichen Farben und Formen sowie Fossilien in Buntsandstein und Muschelkalk aus der Rhön und dem Vogelsberg. Kleine Dinofans können hier über die Spuren eines echten Sauriers staunen. Namhafte Experten und Wissenschaftler – unter anderem Professor Dr. Hugo Bücking, der schon vor 120 Jahren Forschungen in der Rhön betrieben hat – begleiten durch die umfangreiche Ausstellung.

Aus der Vergangenheit in die Zukunft

Der Firmengründer Franz Carl Nüdling hat die Zeichen der Zeit des ausgehenden 19. Jahrhunderts erkannt und dem mit der Industrialisierung einhergehenden Verkehrswegebau dadurch Rechnung getragen, hochwertige Baustoffe aus der Rhön für Bahn und Straße bereitzustellen. Er gründete im Jahre 1893 die nach ihm benannte Firma in Rupsroth in der Rhön am Fuße der sagenumwobenen Milseburg.

Das erste Produkt war Eisenbahnschotter

Eisenbahnschotter aus Phonolithfindlingen, zunächst von Hand hergestellt, wurde mit der damals gerade erst fertiggestellten Rhön-Eisenbahn Fulda-Hilders zur Verwendungsstelle transportiert. Die Firma Nüdling nahm bald eine rasante Entwicklung in nunmehr vier Generationen und hat sich als Familien unter nehmen aus einem kleinen Steinbruchbetrieb zum großen mittelständischen Industriebetrieb entwickelt, der heute mit Betrieben in Hessen, Niedersachsen und Thüringen zu Hause ist. Natursteinkörnungen aus Basalt und Phonolith, Asphaltmischgut und Betonelemente der verschiedensten Art und von hoher Qualität werden auf modernen, leistungsfähigen Produktionsanlagen hergestellt und insbesondere in Hessen, Thüringen und Bayern vertrieben.

Informationsquelle Gartenschau

Im Kundenzentrum Seiferts spiegelt sich Produktvielfalt, Leistungsfähigkeit und Entwicklung des Unternehmens wider. Der Besucher kann sich in einer Gartenschau über die FCN-Produkte informieren. Durch die Kombination der Produkte mit Blumen und Grünpflanzen und gestalterischen Merkmalen, wie z. B. einem Gartenteich, ist die FCN-Gartenschau beispielgebend für den privaten Bauherrn. Die Anlage lädt den Besucher zum Spazieren und Verweilen ein. In einem Informations pavillon liegen Kataloge zur Mitnahme aus. Eine stilvolle, moderne Cafeteria steht für besondere Veranstaltungen zur Verfügung. In einem kleinen Firmenmuseum kann die 120-jährige Firmengeschichte nachvollzogen werden.

Bei speziellen Fragen stehen wir Ihnen unter der Telefon-Nummer (0661) 8387-0 gern zur Verfügung.

Über 100 Jahre – Eine Dokumentation

Ausgehend von der Darstellung der Firmengeschichte gewährt das FCN-Museum interessante Einblicke in die Heimat- und Industriegeschichte und in die Erdgeschichte der Rhön. Heimat- und Industriegeschichte werden deutlich in der Dokumentation der Erschließung der Rhön durch die Eisenbahn vor mehr als 100 Jahren und auch in der unseligen Zonen grenze, die 40 Jahre die Rhön beeinträchtigt hat und gravierende Einschnitte für das menschliche Zusammenleben und die Wirtschaft brachte. Die Darstellung dieser innerdeutschen Grenze soll Erinnerung und Mahnung an kommende Generationen sein.

Vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute

Die Darstellung der Produktionstechnik aus dem Bereich der Naturstein und der Betonindustrie zeigt, welch rasante Entwicklung dieser Industriezweig der Steine und Erden seit Ende des 19. Jahrhunderts bis heute genommen hat. Nicht nur bildlich, sondern auch in plastischen Ausstellungsgruppen werden im Innenbereich des Museums Einblicke gewährt in eine alte Schmiede, in die Arbeit eines Steinrichters, der Pflastersteine von Hand hergestellt hat, und in den Stollenbau für Kammersprengungen zur Massengewinnung von Basalt.

Die Betonproduktion kann in die Zeit zurückverfolgt werden als Beton noch von Hand gemischt und Betonelemente von Hand durch Stampfen verdichtet worden sind. Im Außenbereich des Museums sind Maschinen und Geräte für die Gewinnung und Zer kleinerung von Hartgestein und für die Herstellung und Verarbeitung von Beton zu sehen.

Wunderwelt der Mineralien – Die Erde lebt

Die Erdgeschichte der Rhön wird lebendig in einer besonderen Ausstellung der heimatlichen Gesteine, Mineralien und Fossilien.

Mittelpunkt dieser Ausstellung ist eine große Vitrine, in der u. a. schöne Kristalldrusen der Vulkangesteine von Rhön und Vogelsberg zu bewundern sind und auch Fossilien im Buntsandstein und im Muschelkalk, so z.B. Spuren eines Sauriers, eines Ahnen der heute so beliebten Dinos. In diesem Museumsteil kommen namhafte Fachleute und Wissenschaftler zu Wort, angefangen von Prof. Bücking, der schon vor 100 Jahren die Rhön geologisch erforscht hat, bis hin zu aktuellen Gutachten über die Vulkangesteine der Rhön aus unserer Zeit.

Interessante Fotos, die in der Vergrößerung die Wunderwelt der ausgestellten, sehr kleinen Mineralien zeigen, runden die erdgeschichtliche Sammlung ab. Hierbei handelt es sich um Dünnschliff-Fotos, um Bilder von Mineralien unter dem Raster-Elektronenmikroskop und um solche, die mit spezieller Fotooptik die Mineralien in wunderbaren Formen und Farben erscheinen lassen.

Basalt und Beton zum Leben

Steine haben in der Entwicklung der Menschen immer eine große Rolle gespielt. Man denkt dabei zunächst an das Bauen mit Steinen, was im Slogan der Firma Nüdling deutlich wird:

"Basalt und Beton zum Leben"

Aber viel älter ist die Verwendung von Steinen durch Menschen, die vor mehr als einer Million Jahren als Homoerectus (aufrecht gehender Mensch) gelebt haben. Sie stellten aus hartem Steingeröll Geräte her, die ihnen für ihre Lebensgestaltung nützlich waren. Auch im Fuldaer Land wurden 800.000 Jahre alte Steingeräte, so genannte Artefakte, gefunden, die in einer besonderen Vitrine mit fachmännischen Erläuterungen zu sehen sind.

Kontakt

FCN Museum Seiferts
36115 Ehrenberg · Ortsteil Thaiden
Telefon (06681) 96 04-0
Fax (06681) 96 04-40

Öffnungszeiten
Das Museum ist vom Frühjahr bis in den späten Herbst montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr
und zusätzlich jeden ersten Sonntag im Monat von 11 bis 17 Uhr geöffnet.
Informationen erhalten Sie unter Telefon: 0661 - 8387-0.