Wie lassen sich Gärten mit FCN-Produkten biodivers gestalten?

Biodiverse Gartengestaltung

Steine in Vorgärten – das ist ein umstrittenes Thema. Denn in Zeiten, in denen über Insektensterben, aufgeheizte Städte und mangelnde Versickerungsfähigkeit durch die Versiegelung der Flächen gesprochen wird, ist die Verwendung von z. B. Schotter und Splitt in Gärten in die Kritik geraten. 

Deshalb wurde in etlichen Bundesländern – 2023 auch für Hessen – beschlossen, dass das Neuanlegen von Schottergärten untersagt ist. Zudem sind sie gar nicht so pflegeleicht, wie oftmals behauptet wird, da sich zwischen den Steinen Laub und Unkräuter/Beikräuter sammeln können und schwer wieder zu entfernen sind.

Schaffen Sie in Ihrem Garten wertvollen Lebensraum, der Heimat und Nahrungsquelle liefert für Wildbienen, Eidechsen, Kröten und andere kleine Säugetiere und erhöhen so die Biodiversität Ihres Gartens.

Doch wie lässt sich ein Garten mit Steinen biodivers gestalten und der Pflegeaufwand gleichzeitig gering halten?

Wie dies funktionieren kann, zeigen wir Ihnen anhand der folgenden Beispiele mit unseren hochwertigen FCN-Betonprodukten.

Trockensteinmauern

Trockensteinmauern

Graue Trockensteinmauer
Gabionen

Gabionen

Gabione mit lila Blüten bepflanzt
Trittsteine

Trittsteine

Graue Trittsteine mit lila Blumen
Blühflächen

Blühflächen

Eine rose Blumenblüte mit einer Biene
Kräuter- / Schmetterlingsspiralen

Kräuter- / Schmetterlingsspiralen

Kräuter- / Schmetterlingsspiralen
Hochbeete

Hochbeete

Hochbeete
Begrünte Pflasterfugen

Begrünte Pflasterfugen

Begrünte Pflasterfugen
Splitt- und Steinflächen

Splitt- und Steinflächen

Splitt- und Steinflächen
Gärten, in denen es summt und zwitschert

Was bedeutet Biodiversität?

Biodiversität bedeutet:

  • Vielfalt der Arten
  • Genetische Vielfalt innerhalb der einzelnen Arten
  • Vielfalt an Lebensräumen (Biotopen) und Ökosystemen
  • Vielfalt an Verhaltensweisen von Tieren

Erfahren Sie, was bei den verschiedenen Gestaltungen zu beachten ist und welche Pflanzen ideal dafür geeignet sind.

Mit welchen Pflanzen Sie ein pflegeleichtes, schönes und insektenfreundliches Beet gestalten, erfahren Sie in unserer Pflanzliste.

Zum Infoblatt für insektenfreundliche Beete

Insekten- und Vogeltränken

Insekten- und Vogeltränken

Vogel- und Insektentränke
Insektenhotels

Insektenhotels

Insektenhotels
Teiche

Teiche

Ein Teich mit gelben Blüten
Gartenbeleuchtungen

Gartenbeleuchtungen

Sternenpark Rhön
Lesesteinhaufen

Lesesteinhaufen

Lesesteinhaufen
Hecken und Gehölze

Hecken und Gehölze

Hecken und Gehölze
Nistkästen

Nistkästen

Nistkästen
Dachbegrünungen

Dachbegrünungen

Ein begrüntes Dach
Ein Lebensraum für Tiere und Pflanzen

Trockensteinmauern

Trockenmauern verleihen dem Garten Struktur, bieten Sitzplätze und können als Beeteinfassung verwendet werden. Zusätzlich finden Tiere wie z. B. Eidechsen und Insekten einen Rückzugsort. Spezialisierte Pflanzen (z. B. Scharfer Mauerpfeffer) können sich hier ansiedeln oder angepflanzt werden.

FCN bietet unterschiedliche Mauermodelle an, die sich ab einer Steindicke von 25 cm auch als Trockenmauer, d. h. eine Mauer ohne Verwendung von Mörtel, bauen lassen.

Wie wird die Trockenmauer gebaut?

  • Möglichst in Südlage
  • Am Hang, als Umrandung eines Hochbeetes bzw. einer Terrasse oder freistehend
  • Bepflanzung der Mauer: Beim Bau der Mauer sollten ausreichend große Fugen entstehen, die dann mit nährstoffarmem Substrat (z. B. 50 % Kies, 50 % Blumenerde/Anzuchterde) gefüllt werden. Dann wird die Pflanze eingesetzt, wobei die Wurzeln so tief wie möglich in die Fuge gesteckt werden sollten. Anschließend noch ein wenig Substrat nachfüllen
  • Standsicherheitstechnische Aspekte und sicherheitstechnische Aspekte müssen beachtet werden
  • Hinweise zur Bauweise von Mauern- und Stützelementen finden Sie im FCN-Katalog

Geeignete Pflanzen zur Bepflanzung der Trockensteinmauer an Sonnenstandorten:

  • Scharfer Mauerpfeffer
  • Hauswurz
  • Karde
  • Echte Katzenminze
  • Färberkamille
  • Steppensalbei
  • Rote Fetthenne
  • Echter Lavendel
  • Echter Gamander

Geeignete FCN-Produkte für eine Trockensteinmauer

Wege im Garten

Trittsteine

Mit Trittsteinen lassen sich Wege im Garten anlegen. Um dieses Element schön in den Garten zu integrieren, können die Lücken zwischen den Steinen bepflanzt werden. Am besten sollten die kleinen Flächen mit Substrat (z. B. Sand oder Kies mit Erde vermischt) befüllt werden. Dort kann etwa eine Saatmischung mit trockenresistenten Pflanzenarten angesät werden oder – falls die Begrünung schneller gehen soll – selbst mit kleinen Pflanzen bepflanzt werden.

Geeignete Pflanzen

  • Mauerpfeffer
  • Thymianarten
  • Hungerblümchen
  • Hauswurz
  • Frühlingsfingerkraut
  • Pfennigkraut

Als Trittsteine eignen sich diese großformatigen FCN-Produkte

Frische Kräuter aus dem eigenen Garten

Kräuterspirale

Wer die Pflanzspirale lieber für den Anbau von Kräutern verwenden möchte, kann eine Kräuterspirale anlegen. Diese lässt sich genau wie die Schmetterlingsspirale aufbauen; anstatt der bunten Blumen werden hier allerdings verschiedene Kräuter eingesetzt.

Folgende Anordnung der Kräuter ist beispielsweise möglich:

  • Oberer Bereich: Rosmarin | Salbei | Thymian | Lavendel
  • Mittlerer Bereich: Melisse | Bohnenkraut | Petersilie | Oregano | Kamille
  • Unterer Bereich: Brunnenkresse | Pfefferminze |Koriander | Dill | Basilikum
Eine Oase für Schmetterlinge

Schmetterlingsspirale

Die Schmetterlingsspirale ist nicht nur für uns ein echter Hingucker im Garten, sondern auch eine Oase für viele Schmetterlingsarten – daher auch der Name. Damit eine Schmetterlingsspirale gut gelingt, sollten diese Hinweise beachtet werden:

  • Genügend Platz: Die Spirale hat einen Durchmesser von ca. 3 Metern
  • Ausrichtung: Das offene Ende sollte nach Süden zeigen; Standort: sonnig
  • Abstecken der Fläche mit Holzstäben und einer Schnur
  • Spatentiefes Ausheben der gesamten Fläche und anschließendes Aufbringen von 10 –15 cm Kies oder Schotter (Naturstein)
  • Steine leicht versetzt aufeinanderschichten
  • Höchster Punkt am Ende der Spirale (ca. 80 cm)
  • Auffüllen der Spirale mit Schotter bis zur halben Höhe
  • Spirale mit drei verschiedenen Zonen:
    - Oberer Bereich: Mischung 50:50 (Erde–Sand)
    - Mittlerer Bereich: Mischung 50:25:25 (Erde–Sand–Kompost)
    - Unterer Bereich: Mischung 50:10:40 (Erde–Sand–Humus)
  • Bevor die Spirale bepflanzt wird, sollte auf den nächsten Regen gewartet werden. Dadurch kann sich die Erde verdichten und etwas absacken. Anschließend sollte ein wenig Erde nachgefüllt werden. Nun kann bepflanzt werden.
  • Beachte: Trockenresistente Arten sollten weiter nach oben gepflanzt werden, Pflanzen, die mehr Wasser benötigen, sollten weiter nach unten gepflanzt werden.

Pflanzen für die Schmetterlingsspirale:

  • Im oberen Bereich: Färberkamille, Karthäuser-Nelke, Wiesensalbei
  • Im mittleren Bereich: Wilde Malve, Wiesenscharfgarbe, Wiesenknopf
  • Im unteren Bereich: Gundelrebe, Blutweiderich

Geeignete FCN-Produkte für Kräuter- und Schmetterlingsspiralen

Ein echter Blickfang im Garten

Hochbeet

Leckere, frische Kräuter aus dem eigenen Garten: Hierfür ist ein Hochbeet perfekt geeignet. Pflanzen können schneller wachsen, da sich die Erde schneller erwärmen kann, und das Gärtnern im Hochbeet ist rückenschonend. Doch nicht nur für uns sind die Kräuter schmackhaft – bei der Verwendung von insektenfreundlichen Kräutern haben auch kleine Tiere etwas zu futtern.

Ein Hochbeet ist zudem ein echter Blickfang und durch den wohlriechenden Duft der Kräuter wird der eigene Garten ein Ort zum Wohlfühlort.

Damit das Hochbeet gelingt, sollten diese Hinweise berücksichtigt werden:

  • Nachdem das Hochbeet aufgebaut wurde, sollte es mit einer wasserundurchlässigen Noppenfolie ausgekleidet werden, damit die Erde nicht ausfließen kann, und außerdem soll diese Folie die Steine vor Feuchte und Frostsprengung schützen.
  • Nun kann mit der Befüllung begonnen werden: unten grobes Material (z. B. Äste, Hackschnitzel und Laub), dann Kompostschicht oder Komposterde und anschließend Pflanzerde.

FCN-Produkte, die für Hochbeete geeignet sind

Beranken oder von oben gepflanzen

Gabionen

Beranken von Gabionen
Gabionen eignen sich ideal als Rankhilfe für Pflanzen wie Clematis, Wilden Wein oder Rosen.

Wichtig ist, dass die Pflanzen am Fuß beschattet in die Erde eingepflanzt werden. Hierfür kann auch Rindenmulch rund um den Fuß aufgebracht und insektenfreundliche Stauden rundherum gepflanzt werden. Oben sollten die Pflanzen genügend Sonnenlicht abbekommen.

Clematis und Kletterrosen lassen sich zudem wunderbar kombinieren (ungefüllte Blüten).

Bepflanzen von Gabionen von oben
Gabionen lassen sich zudem sehr gut von oben bepflanzen. In den Mustergärten von FCN wurden hierfür Pflanzkästen verwendet, die auch noch ein kleines Reservoir an Wasser zurückhalten. Denn dann bedarf es bei Auswahl von trockenresistenten Pflanzenarten tatsächlich keiner Pflege. Die Gabionendrahtkörbe können mit einer Zange einfach geöffnet werden.

Danach sollten einige Steine aus dem Korb geräumt werden, damit der Pflanzkasten eingesetzt werden kann. Um den eingesetzten Pflanzkasten können dann wieder Steine platziert werden. Die restlichen Steine können Sie bspw. für den Bau eines kleinen Lesesteinhaufens in Ihrem Garten verwenden.

Blumenkästen außen anbringen
Auch außen lassen sich Pflanzkörbe an die Gabionen anbringen.

Folgende Pflanzen können Sie in die Pflanzkörbe pflanzen:

  • Phlox
  • Thymian
  • Lavendel
  • Rosmarin
  • Mädchenauge
  • Hauswurz
  • Mauerpfeffer
  • Kleine Fetthenne
  • Blaukissen
  • Zwergsalbei
  • Frühlingsfingerkraut
  • Frauenmantel
  • Echter Gamander
  • Steinbrech
  • gewöhnliche Kuhschelle
  • Schafgarbe

Anwendungsbeispiele mit FCN Gabionen

Minibiotop mit schöner Optik

Begrünte Pflasterfugen

Das entstehende Grün in einer Bepflasterung wird meist als störend empfunden. Doch darf wirklich kein Grün in einer Bepflasterung vorkommen? Und gibt es vielleicht sogar optisch ansprechende grüne Lösungen, die sogar eine regelmäßige Pflege überflüssig machen?

Die Frage kann mit Ja beantwortet werden!

Hier gelangen Sie direkt zu unserer Kategorie Ökopflaster.

Ökopflaster jetzt entdecken

Vorteile
  • Kein Pflegeaufwand
  • Farbakzente und sogar „Duftakzente“
  • Schafft Kleinlebensräume
  • Bessere Versickerung von Niederschlagswasser (aufgrund größerer Fugenbreite)
  • Abkühlungseffekt
Geeignete Pflanzen

Bspw. sind folgende Pflanzen für die Aussaat oder die Bepflanzung in Pflasterfugen geeignet:

  • Mauerpfeffer
  • Bodendecker-Thymian (z. B. Sand-Thymian)
  • Hungerblümchen
  • Frühlingsfingerkraut
  • Steinquendel

Hinweis: dunklere Pflastersteine erhitzen sich stärker im Sommer als hellere Materialien

Wie lassen sich Pflasterfugen begrünen?

Wir empfehlen die Aussaat von Saatgut, da die Pflasterfugen für eine Bepflanzung relativ groß sein müssen. Bei der Wahl des Saatguts ist darauf zu achten, dass dieses heimische, trockenresistente Arten aus der dem Standort entsprechenden Herkunftsregion (s. QR- Code auf Seite 17 unserer Broschüre) enthält. 

Vor der Aussaat sollte das Saatgut mit gütegesicherter Komposterde, Sand und etwas Erde (bspw. alle Komponenten zu je 1/3) vermischt werden. Danach kann das Material mit einem Besen in Fugen gekehrt werden. Gibt es nach der Aussaat keinen Niederschlag, sollte die Fläche in der Anfangsphase alle paar Tage befeuchtet werden (vorsichtiges Verrieseln von Wasser, damit das Material nicht aus den Fugen geschwemmt wird).

Verschiedene Saatgutmischungen online bestellen

Zur Begrünung und Aufwertung von Pflasterfugen durch trittfeste und trockenheitsresistente Kräuter wird die Fugenmischung Nr. 17 empfohlen.

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Geeignete Produkte für begrünte Pflasterflächen von FCN

Unterstützung der heimischen Insektenfauna

Blühflächen

Anlegen von Blühflächen

Blühflächen sehen nicht nur schön aus, sondern können die heimische Insektenfauna unterstützen. Doch was sollte beim Anlegen von Blühflächen beachtet werden?

  • Verwenden von heimischem Saatgut aus der dem Standort entsprechenden Herkunftsregion
  • Verwendung von Pflanzen mit ungefüllten Blüten (Blüten mit „echten“ Staubblättern)
  • Gestaltung eines Nahrungsangebots für die Insekten über das ganze Jahr
  • Kombination von Früh- und Spätblühern
  • Verblühte Stauden über den Winter bestehen lassen, da diese Insekten als Rückzugsort dienen können
  • Vorbereitung der Fläche: Auflockern der Fläche im Frühjahr; Entfernen von Wurzelunkräutern; Ab 10 °C Bodentemp.: Einsäen des Saatgutes (evtl. mit Beimischung von Sand und Anwalzen); Im Anschluss Fläche feucht halten

Lieferung oder Abholung von Steinerde für Blühflächen nur nach vorheriger Absprache möglich.

Beleuchtung im Garten nachhaltig gestalten

Gartenbeleuchtung

Viele einheimische Tierarten sind dämmerungs- und nachtaktiv. Darunter auch viele bestäubende Insekten. Die Rhön ist schon lange als Sternenpark ausgezeichnet. Das Thema Lichtverschmutzung und Schutz der Nacht steht mittlerweile bei Naturschutzbemühungen und sogar Änderungen im Bundesnaturschutz- und Hessischen Naturschutzgesetz aufgrund des starken Rückgangs der Insekten besonders im Fokus.

Doch wie lässt sich die Herstellung einer schönen Atmosphäre im Garten mit einer insektenschonenden Beleuchtung vereinbaren?

Generell sollte Folgendes berücksichtigt werden:

  • Grundsätzlich sollte Kunstlicht im Garten weitgehend vermieden werden und auf ein rein funktionales Maß reduziert sein
  • Zielgerichtete Beleuchtung auf die Nutzfläche; z. B. Zuwege, Treppe
  • Lichtmenge reduzieren
  • Farbtemperatur bernsteinfarben bis warmweiß (< 2700 Kelvin)
  • Bedarfsorientiert beleuchten; d. h. nur dann, wenn es wirklich benötigt wird
  • Niedrige Positionierung der Leuchten
Splittflächen ökologisch sinnvoll integrieren

Splitt- und Steinflächen

Wenn Sie bereits Splittflächen auf Ihrem Grundstück haben, lassen sich diese ganz einfach ökologisch aufwerten. Denn diese Flächen können Standort für spezialisierte Pflanzen sein.

Was ist bei der Gestaltung zu beachten?

  • Der Boden sollte so weit vorbereitet werden, dass Wurzelbeikräuter nicht mehr vorkommen (Oberboden etwas abtragen)
  • Zu dem Splitt sollte Sand und etwas Lehm und ggf. etwas Kompost hinzugegeben werden

Welche Pflanzen können gepflanzt werden?

  • Lavendel, Thymian, Oregano, Salbei
  • Gänsekresse, Hauswurz, Mauerpfeffer, Frühlingsfingerkraut, Pfennigkraut, Gamander, Steinbrech
Ein Idyll für Eidechsen

Lesesteinhaufen

Ein weiterer wertvoller Lebensraum, der Lesesteinhaufen, lässt sich sehr leicht im Garten integrieren. Dieser bietet Heimat und Nahrungsquelle u. a. für Eidechsen, Wildbienen, Kröten und kleine Säugetiere.

  • Steine werden in verschiedenen Größen aufgeschüttet
  • Beachte: Es sollten dabei größere Lücken entstehen
  • Standort: trocken und mager
  • Bei Böden mit hohem Lehm- oder Tonanteil kann eine Drainageschicht (Splittschicht) unterhalb des Lesesteinhaufens sinnvoll sein
Anlegen eines Teiches

Teich

Auch das Anlegen eines Teiches kann die Biodiversität eines Gartens erhöhen. Dieser versorgt alle im Garten vorkommenden Tiere mit Wasser und stellt einen Lebensraum für Amphibien, wassergebundene Insekten und Sumpfpflanzen dar.

Mögliche Pflanzenarten für den Teich:

  • Tiefenzone: Seerose, Gelbe Teichrose
  • Flachwasserzone: Tannenwedel, Schwanenblume, Pfeilkraut, Froschlöffel
  • Sumpfzone: Sumpfdotterblume, Sumpfvergissmeinnicht, Sumpfwolfsmilch
  • Uferzone: Blutweiderich

Hinweis: Es ist in Bezug auf Kinder dafür Sorge zu tragen, dass sicherheitstechnische Maßnahmen gegen das Hineinfallen in den Teich getroffen werden.

Damit der Teich ein wertvolles Biotop werden kann, müssen einige Punkte beachtet werden:

  • Standort: überwiegend sonnig (ideal: 2–3 Schattenstunden)
  • Verschiedene Zonen anlegen:
    - Tiefenzone in der Mitte: 60 bis 100 cm
    - Flachwasserzone: 20 bis 50 cm
    - Sumpfzone: Übergang zum Ufer
    - Maximale Steigung zwischen den Zonen: 50 %
  • Mindesttiefe: 1 m
  • Flach absenkendes Ufer erstellen
  • Keine größeren Fische (verunreinigen den Teich, fressen Insektenlarven und Laich)
  • Einfallendes Laub muss ggf. entfernt werden
  • Einsetzen sauerstoffproduzierender Pflanzen
  • Eine Pumpe ist in einem gut angelegten Naturteich nicht notwendig, da die Wasserpflanzen genug Sauerstoff produzieren. Pumpen können eine tödliche Gefahr für die Wassertiere wie Molche und Kaulquappen darstellen (wenn eine Pumpe eingebaut werden soll, dann eine mit Schutzvorrichtung)
  • Abdichtendes Material: Ton (mind. 30 cm dicke Schicht
  • Alternative: vorgefertigte Kunststoffschale oder Kunststofffolien
Kleine Oasen, große Wirkung

Insekten- und Vogeltränken

Es muss nicht gleich ein Teich sein. Damit Vögel und Insekten v. a. im Sommer ausreichend Wasser zur Verfügung haben, helfen auch kleine Vogel- und Insektentränken.

Besonders bei den Vogeltränken ist hierbei auf Hygiene und einen geeigneten Standort (außerhalb der Reichweite von Katzen) zu achten. 

Bei den Insektentränken sollten in eine flache Schale Steine und z. B. Moos eingebracht werden, damit die Insekten das Wasser erreichen.

Artenvielfalt unterstützen

Hecken und Gehölze

Pflanzen von vielfältigen Hecken und Gehölzen

Hecken werden vielfach rein als Zweck zum Sichtschutz gepflanzt. Doch durch die Wahl spezieller Gattungen kann gleichzeitig die Artenvielfalt unterstützt werden. Außerdem sollten unterschiedliche Heckenarten mit einer frühen und späten Blüte kombiniert werden – je vielfältiger, desto besser!

Folgende Heckenarten sind zu empfehlen:

  • Wildfruchthecken: Felsenbirne, Kornelkirsche, Apfelbeere, Holunder, Schlehe, rote Johannisbeere, Wildapfel ➔ fördert Wildbienen
  • Gewöhnlicher Schneeball, Rote Heckenkirsche, Traubenkirsche, Wildrosen, Weißdorn ➔ fördert Hummeln
  • Eberesche, Roter Hartriegel ➔ fördert Insekten allgemein
  • Roter Hartriegel, Brombeere, Himbeere ➔ fördert Schmetterlinge
  • Geißblatt, Nachtviole, Königskerze ➔ fördert Nachtfalter
Anbringen von Nistkästen

Nistkästen

Wenn Sie Vögeln einen Nist- oder Schlafplatz in Ihrem Garten bieten möchten, bietet es sich an, Nistkästen in den Garten zu integrieren.

Dabei sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • In 2 bis 5 m Höhe, ggf. Anbringung eines Marderschutzes
  • Verwenden von Aluminiumnägeln zum Befestigen am Baum
  • Ausrichtung des Fluglochs nach Südosten
  • Standort, der nicht zu stark der Sonne, dem Regen oder Wind ausgesetzt ist
  • Vogelartspezifische Besonderheiten beachten
  • Reinigung der Kästen im Winter
Unterstützung für die Insektenfauna im Garten

Insektenhotels

Sie sind klein und unauffällig, aber für uns absolut überlebenswichtig: Insekten. Die fleißigen Bienchen fliegen von Blüte zu Blüte, oft über weite Strecken und ohne Pause – und machen ihrem Namen damit alle Ehre. Sie sorgen damit für unsere tägliche Nahrungsgrundlage. 

Doch auch andere unbekanntere Insekten sind sehr wichtig: Sie ermöglichen beispielsweise eine intakte Bodenfunktion oder zersetzen herabfallendes Laub.

Salopp gesagt: Ohne sie wären wir wirklich aufgeschmissen.

Bauen und Anbringen von Insektenhotels

Mit Insektenhotels lässt sich auf einfache Art und Weise die Insektenfauna im Garten unterstützen. Oft werden jedoch Insektenhotels gebaut oder erworben, die für die Insekten nicht förderlich sind.

Checkliste Wildbienenhotels

nach dem LBV [6]

Material:

  • Durchgetrocknetes Hartholz wie bspw. Eiche oder Buche
  • Hohle Bambusstängel
  • Pappröhrchen
  • Tonziegel
  • Bienenbrettchen

Füllstoffe wie z. B. Fichtenzapfen oder Holzwolle sind ungeeignet!

Aspekte beim Bau

  • Die Bohrungen müssen in Längsrichtung glatt und sauber ausgeführt werden, da sich die Insekten ansonsten an den Flügeln verletzen können
  • Bambusstäbe und Pappröhrchen müssen aus demselben Grund sauber geschnitten werden
  • Maße der Bohrlöcher bzw. Röhrchen oder Stäbe: 
    - Durchmesser: 2–9 mm 
    - Länge: 10–15 cm 
    - Am Ende geschlossen

Auswahl des Standorts

  • Sonniger Standort mit Ausrichtung Südost bis Südwest
  • Insektenhotels ohne integriertes Dach müssen an geschützter Stelle angebracht werden
  • Das Insektenhotel sollte fest an die Wand angebracht werden, sodass es nicht im Wind schwingen kann

Hotelmanagement

Insekten können die bereits benutzten Gänge reinigen. Jedoch können wir sie auch bei der Unterhaltung des Hotels unterstützen:

  • Sich zersetzende oder herausgefallene Halme können ersetzt werden
  • Entfernung von Spinnennetzen
  • Austausch von Holz mit Bohrungen nach ein paar Jahren
  • Anbieten von Materialien und Durchmessern, die in den Vorjahren am besten angenommen wurden
  • Zum Hotel gehört auch immer ein Restaurant oder Bistro: das Anlegen einer Blühfläche bietet sich hier an
Extensive oder intensive Begrünung

Dachbegrünungen

Dach- und Fassadenbegrünung (im Garten)

Ob Hausdach, Garage, Gartenhütte, Carport oder Fassade – begrünen lässt sich fast alles! Bei der Dach- und Fassadenbegrünung wird zwischen extensiver und intensiver Begrünung unterschieden.

Bei der Pflanzenwahl sollte auch hier darauf geachtet werden, dass es sich um heimische Pflanzen handelt. Bei der Wahl des Saatguts ist auf die Herkunftsregion zu achten.

Extensive Dachbegrünung

  • Pflegeleicht
  • Bei unzugänglichen Dachflächen geeignet
  • Widerstandsfähige und eher niedrige Pflanzen, die an extreme Bedingungen angepasst sind
    - Die Pflanzen müssen Hitze, Trockenheit und auch Frost trotzen
    - Sedumpflanzen (winterhart), verschiedene Stauden, Kräuter und Gräser
  • Substrathöhe von 6 bis 12 cm

Beispiele:

  • Sedumsprossen – abgeschnittene Triebe, die auf das Substrat gestreut werden
  • Sedum-Flachballen – Sedumpflanzen mit kleinen Ballen, die einzeln gepflanzt werden
  • Flachballenpflanzen – Kräuter, Sedum, Gräser, Stauden, die einzeln gepflanzt werden
  • Saatgutmischungen – Saatgut, das auf dem Substrat verteilt wird
  • Vegetationsmatten – fertig begrünte Matten, die auf das Substrat aufgelegt werden
  • Mattenstücke – kleinere, voll geschlossene Abschnitte, die aufgelegt werden

Intensive Dachbegrünung

  • Größere Dachflächen mit Aufenthaltspotenzial
  • Höhere Substratdicke notwendig (mind. 15 cm): Es können auch Sträucher und Bäume gepflanzt werden
  • Höherer Pflege- und Kostenaufwand
  • Weniger widerstandsfähige Pflanzen

Unbedingt beachten:

  • Es sollte auf den Grundaufbau des Daches geachtet werden!
  • Der Einsatz von Schutzschichten wie Folien und Vlies sowie einer Entwässerungs-Festkörperdrainage ist notwendig
  • Die Erde sollte wenig bis kein Humus enthalten

Bepflanzung

Für einen zügig geschlossenen Wuchs wird mit 12–15 Stück (5, 6 cm oder 4 cm Flachballengröße) pro m2 Dachfläche gerechnet.

Zeitpunkt

In der Regel wird von März bis Ende Juni und von Anfang September bis November gepflanzt, da in diesen Monaten die besten Wachstumsbedingungen für die Dachpflanzen herrschen. Die Zeit, bis die Pflanzen stabil eingewachsen sind, beträgt für gewöhnlich 3–4 Wochen.

Auswahl von geeigneten Pflanzen:
Geeignete Gehölze bei intensiver Dachbegrünung: