| Sehende Menschen orientieren sich bei der Fortbewegung visuell an räumlichen Gegebenheiten. Sehbehinderte und blinde Menschen hingegen sind, bedingt durch das eingeschränkte oder fehlende Sehvermögen, Orientierungsproblemen und damit verbundenen Unannehmlichkeiten ausgesetzt. In verschiedenen Verkehrsräumen sind sie ohne Orientierungssysteme hilflos und von einer Teilnahme am Verkehrsgeschehen ausgeschlossen. Durch den Einsatz einheitlicher Orientierungsmittel, die nicht vom Sehvermögen abhängig sind, erhalten sehbehinderte und blinde Menschen in öffentlichen Verkehrsräumen eindeutige Signale. Hierdurch werden mögliche Orientierungsprobleme reduziert. Taktile Informationen stellen in ausgewählten Fällen eine zufriedenstellende Orientierungshilfe dar. Blinde Personen können taktile Informationen nutzen, die sie mit einem Langstock erkennen und/oder mit den Füßen wahrnehmen können. Sehbehinderte Personen können sich in der Regel an Hell/Dunkel-Kontrasten orientieren. Durch einen guten Farb- und Leuchtdichtenkontrast sind die taktilen Informationsträger zugleich für Sehbehinderte leicht zu erkennen. Voraussetzung für den effektiven Nutzen eines Orientierungssystems für sehbehinderte und blinde Menschen ist allerdings, dass diese Systematik durchgehend in öffentlich zugänglichen Verkehrsanlagen ausgeführt und gepflegt wird. | Anwendungsgebiete- Geh-, Sehbehinderten - und blindengerechte Verkehrsraumgestaltung
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